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von ulla mayer // um 17:22 uhr Das Moleskine war und ist Kult. Alle großen Künstler, Designer oder Schriftsteller haben im laufe ihrer karriere ihre notizen dort hinterlassen. Hemingway hatte es, Van Gogh hatte es und Picasso hatte es auch.

Das kleine Schwarze mit grossem Inhalt
»Moleskine ist das legendäre Notizbuch der europäischen Künstler und Intellektuellen der letzten zwei Jahrhunderte«, verriet der Zettel. Dieses Büchlein hatte also nicht nur mich in seinen Bann gezogen. Schon Ernest Hemingway soll es für seine Manuskripte benutzt haben. »Ich saß in der Closerie des Lilas in einer Ecke, das Nachmittagslicht brach über meine Schulter herein, und schrieb in mein Notizbuch«, erinnerte sich Hemingway.
Vincent van Gogh gebrauchte das Moleskine für seine Skizzen. »Mein Notizbuch beweist, dass ich versuche, die Dinge als Momentaufnahmen einzufangen«, pflegte er zu sagen. Der Schriftsteller Luis Sepúlveda betrachtete das Moleskine als etwas ganz Besonderes: »Sitzend auf dem Weinfass, mit dem Gesicht zum Meer, im fernen Süden, mache ich Notizen in ein authentisches Moleskine, ein Museumsstück, das mir Bruce speziell für diese Reise gegeben hat.« Mit Bruce meinte Sepúlveda den englischen Schriftsteller und Weltreisenden Bruce Chatwin, der vor jeder Reise eine Unmenge dieser kleinen, in Tours hergestellten Notizbüchlein in einem Pariser Schreibwarenladen in der Rue de l’Ancienne Comédie erwarb. In seinem Roman Traumpfade taufte er seine kleinen, handlichen Reisebegleiter »les carnets moleskines«,Diese Bezeichnung leitete Chatwin vom charakteristischen Umschlag der Büchlein ab, der aus Moleskine-Leder bestand: einem schwarzen wasserdichten Kunststoff, dessen englischer Name mole skin »Maulwurfshaut« bedeutet. Chatwin widmete seinen Lieblings-Notizbüchern detaillierte Beschreibungen und machte sie somit zu einer Berühmtheit unter ihresgleichen. Als Chatwin jedoch 1986 vor einer Australienreise hundert Exemplare bestellen wollte, überbrachte ihm die Verkäuferin eine Schreckensnachricht: Der Besitzer des Familienunternehmens in Tours sei kürzlich verstorben. Und dies bedeutete auch vorläufig den Tod seines geliebten Moleskines. Und doch, mehr als ein Jahrzehnt nach seinem Aussterben hielt ich es in der Hand. Dies hatte ich der italienischen Firma Modo&Modo zu verdanken, die ein Patent auf den Begriff »Moleskine«
quelle: www.moleskine.com/eng/default.htm
Eine Kurzschichte:
Das Moleskine ist ein Notizbuch, dessen heutige Form auf ein in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Pariser Künstler- und Literatenszene beliebtes Notizbuch zurückgeht, das von einem kleinen Schreibwarenhändler in Tours vertrieben und wegen seiner schlichten Funktionalität geschätzt wurde.
Der Einband bestand früher aus einem schwarzen Umschlag aus Moleskin, einem wasserdichten Stoff, dessen französische Aussprache dem Notizbuch seinen Namen gab. Weiteres Kennzeichen ist ein Gummiband, mit dem das Buch geschlossen gehalten werden kann, sowie eine Falttasche am Ende.
1986 beendete der - im französischen Tours ansässige - Familienbetrieb und Hersteller der Moleskine-Bücher seine Geschäfte.
Zwölf Jahre später, im Jahr 1998 ließ sich das Mailänder Unternehmen Modo&Modo den Begriff Moleskine als Warenzeichen rechtlich schützen und vertreibt seitdem erfolgreich verschiedenste Notizbücher und Kalender nach dem Vorbbild des Originals.
Zu den bekanntesten Benutzern des legendären Moleskine-Notizbuches zählen Bruce Chatwin, Ernest Hemingway, Oscar Wilde, Louis-Ferdinand Céline, Pablo Picasso, Vincent van Gogh, Luis Sepúlveda oder Henri Matisse.
quelle: www.connox.de/hersteller/moleskine.html
Für die Kreativen von Heute: Das digitale Moleskine

Gefunden bei: stylespion.de/geekster-moleskine-harddrive-case/616/
Die Bauanleitung: www.zonageek.com/blog/archivos/2007/04/23-121420.php
und hier kann man moleskine kaufen: www.bellobene.de/shop/moleskine/notizbuecher/
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