von rené götzenbrugger // um 10:40 uhr die deutsche technologie kommt aus fernost - der japanische elektronik-konzern sony bringt im dezember den weltweit ersten Fernseher mit einem aus organischen leds (OLED) bestehenden bildschirm auf den markt.
die voreile sind drastisch: niedrigerer stromverbrauch, hauchdünne bilschirme und dabei starke kontrastwerte. sonys fehrnsehr mit dem stolzen namen "xel-1" soll alle vorzüge der oled technik so gut wie es derzeit möglich ist ausschöpfen. dabei sind die werte erschreckend gut: ein nur 3mm dicker, oder besser gesagt dünner bildschirm und ein kontrast von 1 000 000 : 1. bei sony hieß es dazu »der xel-1 übertrifft sogar die grenzen unserer messtechnik« der stromverbrauch dagegen bleibt noch messbar, aber mit 45 watt im laufenden betrieb fehlt bisherigen technologien jede argumentation. das display hat eine auflösung von 960 x 540 bildpunkten. zuletzt noch das gewicht: 2kg.
natürlich sollen dem xel-1 geräte mit größeren bildschirmen folgen. aber seit september ist nun die fertigung bei sony im vollen gange für das neue wundergerät aus japan. der preis? da das gerät nur eine bildschirmdiagonale von 11" (28cm) beträgt sind die ca. 1200euro nicht wenig. aber das kennen wir bereits von erstgeburten. die lebenszeit des displays soll laut angeben des herstellers gut 30 000 stunden betragen.
das design ist ein wenig überraschend. hätten wir doch alle mehr orgnisches von sony erwartet? nein, es scheint sehr funktional vertraut und dennoch frisch: das ist meiner meinung der erste fehrnseher der durch seine asymetrie besonders auffällt. die materialien zeugen von höchster qualität und wollen dem preis gerecht werden. viel glänzender chrom und viel polierter klavierlack sind am ende hoffentlich nicht alles was glänzt. scheinbar schwebend wird der bildschirm getragen und das hauptgehäuse mit ein paar wenigen bedieneinheiten ist minimal funktional ausgeformt ohne auffallende schnörkel. alleine der fuß des bildschirmes weist ein besonders architektonisches spiel auf. sein einschluss zeugt von trageelementen wie wie sie von glasbauten oder zeitgemäßen brücken kennen. die designpreise sind dem gerät wohl sicher. nun warten wir auf das feedback der japanischen user und der nachziehenden konkurrenz.